Das Rebellieren der Ṣaḥāba
Frage:
„Einige von ihnen argumentieren mit dem, was in der islamischen Geschichte geschehen ist, wie die Versuchung von Ibn al-‘Asch‘ath und das Revoltieren vieler der Qurra’ und an ihrer Spitze Sa‘īd Ibn Dschubair und diejenigen, die mit ihm waren.Und auch genauso das, was ‘Ā’ischa, Allāhs Wohlgefallen auf ihr, widerfahren ist und auch Zubair und Ṭalḥa mit ‘Alī, Allāhs Wohlgefallen auf sie alle. Sie sagen, dass dies geschehen ist und dass dies ein Rebellieren war. Doch haben sie nicht ihr angestrebtes Ziel erreichen können. Deshalb ist solch ein Revoltieren erlaubt.
Ist diese Beweisführung mit diesen Geschichten, die in der ersten Generation geschehen sind, richtig? Und was ist die Antwort darauf? Denn das, also die Versuchung von al-‘Asch‘ath und was ‘Ā’ischa und den Ṣaḥāba widerfahren ist, die mit ihr waren, wird oft eingebracht für die Legitimation des Revoltierens.”
Scheich Muḥammad Nāṣir ud-Dīn al-Albānī:
„Das Revoltieren ist nicht erlaubt, mein Bruder. Und diese Beweise sprechen gegen denjenigen, der sie als Beweis nimmt und niemals für ihn. Dieses und jenes Revoltieren – und dazu gehört auch der Churūdsch von ‘Ā’ischa, Allāhs Wohlgefallen auf ihr – wir kennen das Urteil über dieses Revoltieren anhand ihres Ergebnisses. War das Ergebnis bitter oder süß gewesen?
Zweifellos, die islamische Geschichte, die uns über dieses und jenes Revoltieren berichtet hat, zeigt uns, dass es übel war. Und dass dabei das Blut der Muslime ohne ein Nutzen vergossen wurde. Und vor allem hinsichtlich des Churūdsch von ‘Ā’ischa. Die ehrenwerte ‘Ā’ischa hat ihren Churūdsch bitterlich bereut. Sie hat deswegen bitterlich geweint, bis ihr Schleier feucht (vor Tränen) wurde. Sie wünschte sich, sie hätte diesen Churūdsch niemals gemacht.
Fazit: Die Beweisführung mit dieser Revolte ist erstens ein Beweis gegen sie, da dieser keinerlei Nutzen brachte.
Und zweitens: Warum klammern wir uns an der Revolte von Sa‘īd ibn Dschubair fest und klammern uns nicht an das Nicht-Revoltieren von den großen Ṣaḥāba fest, die in seiner Zeit lebten?
So wie Ibn ‘Umar und andere. Warum folgen wir nicht den früheren Salaf, sie alle, die das Rebellieren gegen den Herrscher verboten haben. Somit gibt es zwei Arten des Rebellierens: Das gedankliche Rebellieren und das ist gefährlicher. Und das praktische Rebellieren, was ja das Resultat des erstens ist.
Es ist daher nicht erlaubt zu Rebellieren. Was den Beweis anbetrifft, den du vorhin eingebracht hast, so spricht dieser gegen sie und nicht für sie!”
Aus einer Audioaufnahme des Scheichs:
Frage:
„Was ist die Antwort zu jenem der sagt das der vorzügliche Gefährte ‘Abdullāh Ibn Zubair gegen seinen Herrscher revoltiert hat?”
Scheich Ṣāliḥ bin Fauzān al-Fauzān:
„Lasst uns mit den Ṣaḥāba! Wir reden nicht über sie und mischen uns nicht in die Sachen zwischen ihnen ein!”
Aus einer Audioaufnahme des Scheichs: