Die Chawāridsch töten sich gegenseitig! Zeugnisse der modernen Chawāridsch

Abū Muṣ’ab as-Sūrī, einer der Köpfe der heutigen Chawāridsch, sagte in seiner Dokumentation über die Ereignisse in Algerien:

Gegen Ende des Jahres 1995 wagten es Abū ‘Abdur-Raḥman Amīn und seine irregegangenen Führer, welche sich in ihren Verbrechen steigerten, Scheich Muḥammad as-Sa‘īd, den Mudschāhid ‘Abdul-Wahhāb al-‘Ammāra und andere Mudschāhidīn zu ermorden.¹

Danach sagte er weiter:

Abū ‘Abdur-Raḥman Amīn ließ sie töten, da er behauptete, dass sie ihn stürzen wollten.¹

Auf der nächsten Seite sagte er:

Gegen Ende des Jahres 1996 töteten die Mudschāhidūn der (Dschamā’ah Dschabal al-Arba‘īn), sowie sie sich nannten, welche zur Gruppe von Scheich Muḥammad as-Sa‘īd gehörten, Abū ‘Abdur-Raḥman Amīn und erlösten das Diesseits von ihm.²

Des Weiteren sagte er über die Anhänger von Abū ‘Abdur-Raḥman Amīn:

Sie töteten wen sie konnten von den afghanischen Arabern, da sie angeblich Neuerungen in die Religion einführten, keinen korrekten Glauben hatten und ihnen in den Taten zuwidergehandelt hätten. Ebenso töteten sie die Mehrheit der libyschen Mudschāhidīn aus dem Hinterhalt, da sie angeblich Neuerungen in die Religion einführten und ihrer eigenen Gruppe und dem Anführer unter ihnen einen Eid zur Treue geschworen hätten. Dies, obwohl sie die Befehle der Gruppe (von Abū ‘Abdur-Raḥman Amīn) und ihrem Anführer ausführten.³

Diese Zeugnisse sind nichts Neues, denn sogar die früheren Gelehrten bestätigten dies. Wahb ibn Munabbih (gestorben 110 n. H.) – möge Allāh mit ihm barmherzig sein – sagte:

Ich habe den Anfang des Islām miterlebt, und bei Allāh, es gab niemals eine Gruppe der Chawāridsch, außer dass Allāh sie in ihrem schlimmen Zustand auseinandertrieb. Und niemand von ihnen hat seine Meinung kundgetan, außer dass Allāh seinen Nacken brach. Niemals hat Allāh die (islāmische) Gemeinschaft unter einem Mann von ihnen vereint. Und wenn Allāh es zulassen würde, dass sich die Ansichten von ihnen verbreiten, dann würde die Erde zugrunde gerichtet, die Wege belagert und die Ḥadsch (Pilgerfahrt) zum heiligen Hause Allāhs unterbrochen werden. Die Angelegenheit des Islām würde wieder zur Dschāhilīyyah (Unwissenheit) werden, und die Leute würden bei den Bergspitzen Zuflucht suche, wie sie dies in der Zeit der Dschāhilīyyah taten. Es würden mehr als zehn oder zwanzig Männer auftreten und jeder von ihnen würde das Kalifat für sich selbst beanspruchen und jeder von ihnen hätte mehr als zehntausend Männer, die sich gegenseitig bekämpfen und sich gegenseitig als Ungläubige bezeichnen, so dass der gläubige Mann Angst um sich selbst, seine Religion, sein Blut, seine Familie und sein Besitz bekommen würde und er wüsste nicht wo er hingehen soll und mit wem er sein soll.⁴

¹ Quelle: Muchtaṣar Schahādati ‘ala al-Audah fī al-Dschazā’ir, Seite 16
² Quelle: Muchtaṣar Schahādati ‘ala al-Audah fī al-Dschazā’ir, Seite 17
³ Quelle: Muchtaṣar Schahādati ‘ala al-Audah fī al-Dschazā’ir, Seite 53
⁴ Quelle: Tarīch ibn Asākir 63/383


Übersetzer: ‘Abdul-‘Azīz as-Suisrī